Gesehen auf https://www.ostsee.de/insel-usedom/koserow-streckelsberg.php am 21.01.2025
Streckelsberg
Mit knapp 60 Metern Höhe ist der Streckelsberg der höchste Punkt an der Küste. Für den tollen Blick auf die Ostsee und bis nach Swinemünde lohnt sich der kurze Aufstieg auf jeden Fall. Bei sehr guten Wetterbedingungen können Sie sogar die Insel Rügen, die Greifswalder Oie und die polnische Insel Wolin sehen. Auch Wasservögel lassen sich hier gut beobachten.
Der Streckelsberg ist über einen Wander- und Radweg gut zugänglich. Eine sechs Kilometer lange Wandertour führt Sie von Koserow aus über den Streckelsberg zum Kölpinsee und wieder zurück. Aber Vorsicht! Achten Sie unbedingt auf das Wurzelwerk der Bäume. Sie könnten stolpern, wenn Sie nur Augen für den tollen Ausblick haben.
Wieso „Sagenberg“?
Um den Streckelsberg ranken sich abenteuerliche Geschichten:
Der legendäre Seeräuber Klaus Störtebeker soll sich einer Sage nach hier versteckt haben. In anderen Quellen heißt
es, er versteckte nur sein Diebesgut in den Höhlen des Kliffs. Gefunden wurden sie nie.
Eine weitere Begebenheit handelt zu Zeiten des 30-jährigen Krieges, als eine junge Frau eine Bernsteinader entdeckt haben soll. Der unerklärliche Reichtum sorgte für viel Neid und Missgunst unter den Einheimischen, obwohl die Pfarrerstochter von dem Geld Brot für die Armen kaufte. Als sie dann die Liebe eines Hauptmanns nicht erwidert, bezichtigt der Verschmähte sie der Hexerei. Ob es diese sagenumwobene Gestalt tatsächlich gegeben hat, bleibt ungewiss, von den Freilichtbühnen Usedoms ist die „Bernsteinhexe“ jedenfalls bis heute nicht mehr wegzudenken.
Und vielleicht entdecken Sie oben vom Streckelsberg die Spitze des Kirchturms der im Meer versunkenen Stadt Vineta? Sie soll der Sage nach schließlich vor Koserow untergegangen sein...
Naturerbe bewahren
Seit 1961 steht der Streckelsberg, der zur Gemeinde Koserow gehört, unter Naturschutz. Das Buchenwaldgebiet rund um den „Berg“ ist ein idealer Erholungsort und zudem in den Sommermonaten ein willkommener Schattenspender auf der sonnenscheinreichen Ostseeinsel Usedom.
Wind und Wellen nagen seit Jahrhunderten an der Küste und somit auch am Berg. Um weiteren Abtragungen entgegenzuwirken, pflanzte ein Förster bereits Anfang des 19. Jahrhunderts Rotbuchen. Sie bilden den Grundstock für den heutigen Wald. Seit Ende des 19. Jahrhunderts schützt zusätzlich eine 300 Meter lange Brandungsmauer aus Feldsteinen dieses besondere Stück Natur.
Anschrift/Kontakt
17459 Koserow
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